Ein glücklicherer Mensch zu werden und glücklicheres Leben zu haben ist selbst
leicht machbar, und zwar wann, wie oft und wo immer man will. Alles was man dazu braucht ist das auf Wissenschaft und Forschung beruhende Wissen, Know-how und Glücksprogramm bei der Hand zu haben, zu wissen wie's geht und dann tun. Die
weltweit unübertroffen beste, weil natürliche, einfachste und erfolgreichste
Methode um dauerhaft glücklicher zu werden verdanken wir William Fleeson, Professor an der
Wake Forest University in North Carolina, der für seine wegweisende Arbeit mit dem Innovation Prize by the Society for Personality and Social Psychology ausgezeichnet wurde.
In seiner Studie steigerte er flugs das Glück und Wohlbefinden seiner
Teilnehmer mit einer Steigungsrate von mindestens 0,20, durchschnittlich 0,66, bis zu 1,00 βs (betas). Das ist das beste Ergebnis, das je erreicht wurde, um nicht zu sagen:
„sensationell viel.“ Am meisten profitierten dabei diejenigen davon, die vorher
„nicht so glücklich“ oder „unglücklich“ waren. Die Ergebnisse seiner
Pionier-Studie wurden 2006 von Murray McNiel wiederholt,
bestätigt und erweitert.
Einen schnellen Überblick über wissenschaftlich geprüfte Methoden zu
mehr Glück und Wohlbefinden finden Sie, wenn Sie hier klicken.
Die drei Nährböden, Bauweise und Baumaterialien des Glücks: „What we can do,
and how we can do it.“ Sonja Lyubomirsky, Professorin an der University of California, hat 2005 zum ersten Mal die drei Nährböden, Bauweise und Baumaterialien des Glücks zusammengefasst. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sind dies: Erblichkeit/Gene/Veranlagung/angeborene Wesenszüge/latent vorhandene Neigungen. Ziemlich genau 50 Prozent oder die Hälfte des Glücks und Wohlbefindens ist genetisch veranlagt und liegt in mehr als 40 „happy“ Gen-Varianten. Die
von Laien meist angenommenen objektiven Lebensumstände wie Mann oder Frau, jung oder alt zu sein, Familienstand, Kinder, Gesundheit, hohes Einkommen und Schulbildung, an denen wir nur sehr schwer oder überhaupt nichts ändern können, können uns — alle zusammen — nur lausige 10 Prozent des Unterschieds im Glück der Menschen erklären. Wenn das momentan empfundene „wahre“ Glück untersucht wird
(„Wie glücklich sind Sie im Augenblick?“), statt wie meist üblich nur das Glück „Im Allgemeinen ...?“, „Im Großen und Ganzen ...?“, können die eben genannten objektiven Lebensumstände im Einzelnen verschwindend wenig bis gar nichts über die Unterschiede im Glück der Menschen erklären:
Manche spielen eine bescheidene, manche fast keine und manche gar keine Rolle. Die
bis 2005 vollkommen unerklärbare „Terra incognita“ („unbekanntes Gebiet“, siehe
die weiße Fläche in der Grafik hier links oben.), jetzt ein total neu entdeckter
Nährboden, Baumaterial und Bauweise um ein glücklicherer Mensch zu
werden und glücklicheres Leben zu haben (Siehe die rote Fläche in der Grafik
hier rechts unten.): Im täglichen Leben absichtlich wiederholte Denk-, Benimm- und Verhaltensweisen, stattliche 40 Prozent. Systematisch darauf aufbauend bewies Sonja Lyubomirsky 2006 zum ersten Mal in drei empirischen Studien, was jeder konkret selbst tun kann, um dauerhaft glücklicher zu werden und ein glücklicheres Leben haben zu können.
Ihre auf den ersten Blick dem gesunden Menschenverstand widersprechende und
für Laien nicht so leicht eingängige, aber wiederholt bewiesen beste Empfehlung für ein glücklicheres Leben lautet schlicht und einfach:
„Change your activities, not your circumstances.“ („Verbessern Sie
in Ihrem täglichen Leben absichtlich Ihre Denk-, Benimm- und Verhaltensweisen, nicht Ihre Lebensumstände.“)
In einer japanischen
Glücksstudie mit 109 Studentinnen vom Kobe College, Japan wurden
die so eben genannten Erfolge von Sonja Lyubomirsky im September 2006 zum ersten
Mal bestätigt und erweitert (Siehe die Grafik hier links.), sowie in zwei
amerikanischen Glücksstudien 2006 und 2007 zum zweiten und dritten Mal (Siehe
die Grafiken hier rechts.), in einer Schweizer
Studie (Hilpert, 2008) im Oktober 2008 zum vierten und in zwei kanadischen und amerikanischen Glücksstudien im Mai und Dezember 2009 zum fünften und sechsten Mal bestätigt und erweitert (van Asseldonk,
2009, Sheldon, 2009. Siehe die Grafik hier unten links.) Wie bei jedem
wissenschaftlichen Durchbruch und Fortschritt geht es jetzt Schlag auf Schlag, und die Glückswissenschaft boomt.Im täglichen Leben hat man dadurch nicht nur bessere Chancen beim anderen Geschlecht wie bessere Chancen neue Bekanntschaften zu machen und mehr schulischen, beruflichen, finanziellen, privaten oder familiären Erfolg in der eigenen Familie zu haben, sondern verbessert
damit auch seine Gesundheit, intimen Beziehungen und erhöht seine Chancen länger
zu leben. Nebenbei bemerkt färbt es so gar auf jene ab, die momentan in schlechter Stimmung zu versinken drohen. ... mehr.
Warnung! Ein Glückstagebuch zu führen ist nicht nur
nutzlos und überflüssig, sondern sogar kontraproduktiv und gesundheitsschädlich. Wer
ein Glückstagebuch führt behindert sich selbst daran ein glücklicherer Mensch zu
werden. Entgegen den in Deutschland weit verbreitet hohlen Behauptungen und auf
einen Irrweg führenden Glücksempfehlungen
von: Eckart von Hirschhausen in seinem Buch: „GLÜCK kommt selten allein ...“, in seinem „Ratgeber-Artikel“ in der Bild-Zeitung, in seinem neuesten Büchlein (128 Seiten, Okt. 2009): „Mein Glück kommt selten allein ...: Tagebuch: Glück kommt
mit deinem persönlichen Glücks-Tagebuch!“, Zitat: „Vor Ihnen liegt ein Glückstagebuch, das Ihr Leben verändern kann. Etwas
bescheidener: Vor Ihnen liegt ein Tagebuch, das Sie verändern können. Es ist
eine Einladung, Ihrem Glück auf die Schliche zu kommen - mit Hilfe von Übungen,
Zitaten, Witzen und Anregungen für jeden Tag. Glück ist kein Schicksal, sondern
die Summe unserer täglichen Gedanken und Handlungen, halten Sie also Ihre
kleinen Glücksmomente fest. Denn Glück ist eine Frage der Übung, nur meistens
üben wir das Falsche.“, sowie seiner „Glücksbox: Mein Glück kommt selten allein ...“, Glücksbox mit Tagebuch, Postkartenset, Tasse, Tee und CD in Einsteckhülle, des Diplom-Psychologen Gunter König in der „Apotheken Umschau“, Heft 6/2005, Monika Thiels „GLÜCKSTAGEBUCH“, Laura Stoddarts „GlücksTagebuch“ und Lothar Seiwert in seinem Büchlein: „DAS BUMERANG PRINZIP - Mehr Zeit fürs Glück“, Zitat:
„Halten Sie schöne Erlebnisse, besondere Augenblicke und kleine
Freuden in einem persönlichen Glückstagebuch fest. Beschreiben Sie so
ausführlich wie möglich, was war und wie Sie sich dabei gefühlt haben. Das
Glückstagebuch schult so Ihre Fähigkeit, glücklich zu sein und Schönes bewusst
zu genießen.“, warnt
die in Fachkreisen international anerkannte Glücksforscherin Sonja Lyubomirsky und das IFG München
aufgrund mehrerer, seit Jahren bekannter Studienergebnisse, ausdrücklich davor, ein Glückstagebuch zu führen.
Wer ein Glückstagebuch führt und seine erfreulichsten Erlebnisse systematisch
organisiert, Schritt für Schritt analysiert und feinsäuberlich in ihre einzelnen
Bestandteile zerlegt, nimmt ihnen ihren natürlichen Reiz, Zauber, Schönheit,
Überraschungseffekt, die freudige Erregung, degradiert sie zu gewöhnlichen
Erlebnissen und ist im Vergleich zu denjenigen, die sie nur täglich 8
Minuten lang, absichtlich noch einmal in ihren Gedanken ablaufen lassen,
vier Wochen später genau deshalb
unzufriedener, unglücklicher, fühlt sich gesundheitlich schlechter und
empfindet auch noch mehr Schmerzen (Wood, 2003, Wilson und Gilbert 2003,
Burton und King, 2004, Gable, 2004, Wilson,
2005, Lyubomirsky, 2006b).
Viel einfacher, nützlicher und auf Dauer erfolgreicher
ist es deshalb für Sie, wenn Sie Ihre tagsüber erlebten schönsten Erlebnisse
absichtlich täglich noch einmal 8 Minuten lang in Ihren Gedanken ablaufen lassen,
statt ein Glückstagebuch zu führen. ... mehr.
Die „happy Spotlight“-Wirkung guter Stimmung Gute
Stimmung lenkt wie ein Scheinwerfer unsere Aufmerksamkeit in ihrer ersten
Orientierungsphase 5 bis 20 Millisekunden schneller auf alles möglich
Belohnende. „Das Glück ist oft zum Greifen nah, man muss es nur sehen.“, sagt ein altes Sprichwort. Wer gute Laune hat, nimmt mögliche Belohnungshappen schneller wahr.
Dass unsere Stimmung den Rahmen und das Ablaufschema für unsere Gedanken
setzt, ist nicht nur unter Psychiatern, Psychotherapeuten und Psychologen
altbekannt. Sie ist zuerst da, hat die stärkste Motivationskraft und lenkt alles, was danach im Gehirn abläuft (Damasio, 1995).
Amerikanische Glücksforscher fanden jetzt heraus, dass gute Stimmung
uns von vornherein aufmerksamer für alle möglichen Belohnungshappen — gleich
welcher Art — macht. Von vornherein aufmerksamer für alle möglichen Belohnungshappen
zu sein nützt unserem folgenden Wollen, „Denken“, Bewerten (Beurteilen),
Wählen, Entscheiden, „Rangehen“ und abschließenden Beschaffen der Belohnungshappen.
Die Glücksforscher entdeckten 2007 zum ersten Mal:
1. in ihrer ersten, 7-tägigen Piepser-Studie, bei der ihre 95 Versuchsteilnehmer in ihrem
Alltag, sechs Mal täglich, zwischen 10:00 Uhr und 22:00 Uhr, über ihren Palmtop handheld Computer zufällig angepiepst wurden, dass ihre momentan gute Stimmung am besten ihre — mehrere Wochen vorher in einem
Tüpfelchen-der-Aufmerksamkeit-Wörter-Sondierungs-Reaktionszeit-Test (Dot Probe Task) festgestellte — selektiv
schnellere Aufmerksamkeit auf Belohnungswörter wie „Sieg“, „Erfolg“, „Spaß“,
„Glück“, „sexy“, „Vergnügen“, „Lob“, „Geschenke“ und „Kuss“ vorhersagen konnte (β = 0,27), ihre im Alltag empfundene, momentan schlechte Stimmung aber überhaupt nicht (β = 0,01, statistisch
unbedeutende Nullwirkung.)
2. In ihren zweiten bis fünften Studien bestätigten sie, dass die 5 bis 20 Millisekunden schnellere „happy Spotlight“-Wirkung der guten Stimmung über verschiedene Stimmungsmanipulationen hinweg wie Erinnerung an ein schönes oder schlimmes Erlebnis, skizzenhaft angeleitete Vorstellungen oder Hören heiterer oder trauriger Musik, allgemeingültig ist und präzise ursächlich nur
mit belohnenden Informationen — nicht aber mit allgemein angenehmen, aber nicht belohnenden wie das Wort „weise“, ganz zu schweigen von unangenehmen Informationen — zusammenhängt.
Ihre Ergebnisse erweitern zum ersten Mal das eingangs erwähnte Wissen über den untrennbar engen Zusammenhang zwischen unserer empfundenen Stimmung und wie und was wir denken, um die nützliche Folge der „happy Spotlight“-Wirkung guter Stimmung für unsere Aufmerksamkeit auf mögliche Belohnungshappen, egal welcher Art (Maya, 2007). ... mehr.
(East Lansing, USA) Heiraten macht im Durchschnitt auf Dauer fast nicht zufriedener (und glücklicher). Nur ein Drittel der Jungverheirateten wird und bleibt nach seiner Hochzeit mindestens 5 Jahre lang dauerhaft zufriedener (und glücklicher), zwei Drittel leider nicht.
Zu heiraten macht nicht jeden glücklicher. Entgegen der
auf einen Irrweg führenden Glücksempfehlung des Psychologieprofessors Martin Seligman:
„Heiraten Sie, und Sie werden glücklicher.“, macht zu heiraten — auf einer 11-Punkte-Skala, die von 0 („ganz und gar unzufrieden“) bis 10 („ganz und gar zufrieden“) Punkte reicht — im
Schnitt gerade mal um 0,1 Punkte zufriedener, als man fünf Jahre vor seiner Hochzeit schon war.
Zu diesem überraschenden, aber sicheren Ergebnis kommt ein Team
internationaler Glücksforscher, nachdem es in seiner Langzeitstudie das Datenmaterial von 11 Jahren (1984 bis 1995) des Sozio-ökonomischen Panels des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, an dem mehr als 24.000 Personen hinsichtlich des zeitlichen Verlaufs der Zufriedenheit mit ihrem Leben von 1.761 Jungverheirateten fünf Jahre vor, im Hochzeitsjahr und fünf Jahre danach, untersucht hatte.
Beim Sozio-ökonomischen Panel werden jedes Jahr ein und dieselben Personen befragt. So lassen sich Lebens- und
Zufriedenheitsverläufe, im Vergleich zu sich selbst, über viele Jahre hinweg verfolgen. Auf der
Basis seines weltweit einzigartig guten Datenmaterials entstand so ein genaues, 11-jähriges Verlaufmuster der Zufriedenheit (und des Glücks) von 1.761 Jungverheirateten durch einen „Vorher-Nachher“-Vergleich mit sich selbst, fünf Jahre vor, fünf Jahre nach und im Jahr ihrer Heirat. Die Glaubwürdigkeit der Forschungsergebnisse ist deshalb äußerst hoch. Die
Grafik zeigt beispielsweise den Verlauf der Zufriedenheit von 235 Frauen vier
Jahre vor (Jahr — 4), im Hochzeitsjahr (Jahr 0) und vier Jahre nach ihrer Heirat
(Jahr 4). Die fünf Sternchen (*) bei den fünf Jahren — 2, — 1, 0, 1 und 2
kennzeichnen die Jahre, in denen sie im Vergleich zu sich selbst
statistisch bedeutsam zufriedener mit ihrem Leben waren. Wie wir aus der Grafik
außerdem sehen können, waren sie drei Jahre nach ihrer Hochzeit fast wieder so zufrieden, wie sie es drei Jahre davor schon waren.
Die anfangs erwähnte Glücksempfehlung von Martin Seligman: „Heiraten Sie, und Sie werden glücklicher.“ ist also nichts weiter als dummes Straßengeschwätz. Wie jeder, der auch nur ein bisschen Statistik gelernt hat, weiß, ist die Schlussfolgerung: „Post hoc, ergo propter hoc.“, im konkreten Fall: „Nach der Heirat glücklicher, deshalb wegen
der Heirat glücklicher.“, nichts weiter als ein stümperhafter Trugschluss und dummes
Straßengeschwätz.
In Wirklichkeit sind Verheiratete bereits fünf Jahre vor (nicht wegen) ihrer Heirat 0,3 Punkte zufriedener (und glücklicher) als Otto Normalbürger, und nach der Hochzeit gibt es unter ihnen von Mensch zu Mensch sehr große Unterschiede: Ein Drittel wird nach der Hochzeit mindestens fünf Jahre lang dauerhaft zufriedener
mit seinem Leben (und glücklicher), ein Drittel überhaupt nicht (Nullwirkung der
Heirat), und ein Drittel wird sogar unzufriedener und unglücklicher (Lucas,
2003), wie der folgende Vergleich zwischen verheiratet Gebliebenen und Geschiedenen, vier Jahre vor, im Hochzeitsjahr und vier Jahre nach ihrer Hochzeit zeigt (Lucas, 2005):
Man kann sich nicht an alles gewöhnen, und die Zeit heilt nicht alle Wunden.
„Zeit heilt Wunden.“ und „Man kann sich an alles gewöhnen.“, sagen zwei schöne,
deutsche Sprichwörter, die uns trösten wollen, aber leider nicht wahr sind. Wir können uns nicht an alles gewöhnen, und die Zeit heilt nicht alle Wunden. Schicksalsschläge können den angeblich fix
angeborenen Happiness Set point lang anhaltend über Jahre, Jahrzehnte, ein Leben lang nach unten drücken.
Seit anno 1971 glauben und behaupten fast alle Psychologen, dass große —
erfreuliche oder unerfreuliche — Lebensereignisse keine lang anhaltenden
Wirkungen auf unser Glück und Wohlbefinden hätten. Sie glauben, dass wir uns
schnell, unweigerlich und vollkommen an die neuen Lebensumstände gewöhnen und
unser Glücksniveau deshalb langfristig stabil ist, auch wenn es für kurze Zeit
mal rauf und runter schwankt: „Ein Lotto-Gewinn macht uns auf Dauer nicht
glücklicher. Eine Scheidung bringt zwar eine Zeit lang große Umbrüche mit sich,
unser Glück kehrt aber schnell, unweigerlich und vollkommen wieder auf sein
ursprüngliches Glücksniveau zurück, das heißt auf seinen fix angeborenen Happiness
Set point.“, behaupten sie, weil sie an den gängigen Glücksmythos vom angeblich
fix angeborenen Happiness Set point glauben.
2007 haben amerikanische Glücksforscher jedoch das 21-jährige Datenmaterial des DIW Berlin und 14-jährige des BHPS
(London) zum ersten Mal hinsichtlich der angeblich schnellen Gewöhnung an neue
Lebensumstände empirisch streng überprüft. Im krassen Gegensatz zum Glücksmythos
vom Happiness Set point kommen sie zu dem Schluss: „Unser
Glücksniveau ist nicht fix angeboren. Obwohl es zu 50 Prozent genetisch
veranlagt und langfristig ziemlich stabil ist, kann es sich ändern und lang anhaltend über Jahre, Jahrzehnte, ein Leben lang nach unten gedrückt werden. Schicksalsschläge wie Scheidung, Arbeitslosigkeit, chronische (Schwer-) Behinderung oder der Tod des Ehegatten können zählen und eine
lang anhaltende Rolle spielen. Wir können uns nicht an alles gewöhnen, und die Zeit heilt nicht alle Wunden.“ (Lucas, 2005, 2007, 2008).
Allerdings gibt es dabei von Mensch zu Mensch sehr große Unterschiede: „In
Ehen die letztendlich geschieden wurden, nahm das Glücksniveau von Jahr zu Jahr
ständig ab. Nachdem sie schließlich geschieden waren, stieg es anfangs zwar
wieder an, kehrte aber nie wieder ganz auf das Glücksniveau zurück, das sie
bereits fünf Jahre vor ihrer Heirat gehabt hatten. Eine Scheidung verringert im
Schnitt die Zufriedenheit mit dem Leben, auch nachdem der erste Schmerz längst
vorbei ist. Die Freuden des Verheiratetseins dauern im Schnitt gerade mal zwei
bis drei Jahre, die Narben der Scheidung können aber ein Leben lang
anhalten. Manche Geschiedene waren allerdings nach ihrer Scheidung sofort
zufriedener als vor ihrer Hochzeit.
Die in weltweit mehr als 200 Studien wiederholt bewiesene geringere Zufriedenheit der Geschiedenen mit ihrem Leben hat seine drei Ursachen darin, dass sie:
1. schon vor ihrer Heirat unzufriedener waren als diejenigen,
die heiraten und dann zusammen bleiben werden,
2. während ihrer Ehe ständig viel unzufriedener waren als sie, und
3. den lang anhaltenden Folgen der Scheidung,
wie der Vergleich der Zufriedenheitsverläufe
von verheiratet Gebliebenen und Geschiedenen fünf Jahre vor (Jahr — 5), im Hochzeits- oder Scheidungsjahr (Jahr 0) und fünf Jahre danach (Jahr 5) zeigt:
Männer (aber nicht Frauen), die zum ersten Mal in ihrem Leben arbeitslos
wurden, kehren im Schnitt nie wieder komplett auf das Glücksniveau zurück, das
sie mindestens zwei oder mehr Jahre vor ihrer Arbeitslosmeldung hatten, selbst
Jahre nachdem sie wieder eine neue Arbeit gefunden haben (Lucas, 2004, 2005,
2007a, 2007b). Der unter Psychologen und Psychotherapeuten gängige Glücksmythos vom angeblich fix angeborenen Happiness Set point steckt schwer in der Bredouille.... mehr.
(Washington, USA) Jetzt ist es amtlich: Liebe und Sex erfreut die Frauen am meisten
Amerikanische Glücksforscher haben unter der Leitung des Nobelpreisträgers und Glücksforschers Daniel Kahneman 909 berufstätige Frauen nach ihren täglich erlebten, erfreulichen Beschäftigungen und Erlebnissen befragt. Dabei verwendeten sie zum ersten Mal die neue „Day Reconstruction Method“ (Tages-Rekonstruktionsmethode). Als Ergebnis ihrer wegweisenden Studie kam die Rangliste der 16 erfreulichsten Erlebnisse und Beschäftigungen der Frauen heraus:
Platz 1: „Intime Beziehungen“,
Platz 2: „Mit Freunden zusammen sein“ und
Platz 3: „Entspannen und Relaxen“.
Auf Platz 14 landete „Hausarbeit“ und war für sie damit immer
noch erfreulicher als „Arbeit“ und „von und zur Arbeit pendeln“, das auf Platz
16 landete und ihr am wenigsten erfreuliches Alltagserlebnis war. Aber auch noch
verblüffend neue und bislang unbekannte oder verkannte Vorlieben der Frauen kamen bei dieser wegweisenden
Glücksstudie ans Licht (Kahneman, 2004). ... mehr.
(Princeton, USA) „Wären Sie glücklicher, wenn Sie mehr verdienen würden?“
Daniel Kahneman hat 2006 noch einmal die Rohdaten der eben
geschilderten Glücksstudie hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen der Höhe des Einkommens,
Lebensglücks und seiner vermuteten
fokussierenden Illusion analysiert.
Dabei kam eindeutig heraus: Mehr Lebensglück durch mehr Geld ist eine Illusion.
„Der Glaube, dass ein höheres Einkommen uns glücklicher macht, ist zwar sehr weit verbreitet, aber stark übertrieben und hauptsächlich eine Illusion.“, eine trügerische Wunschvorstellung. „Trotz des Glücksstudie für Glücksstudie wiederholt bewiesenen schwachen Zusammenhangs zwischen der Höhe des Einkommens und der Zufriedenheit mit dem Leben, sind viele Leute hoch motiviert mehr zu
verdienen. Ihre fokussierende Illusion kann sie zu falschen Zeitaufteilungen verleiten, etwa wenn sie täglich langes Pendeln von und zur Arbeit oder lange Dienstreisen, über Nacht allein in fremden Städten, in Kauf nehmen (Die zu den am wenigsten erfreulichen
Alltagserlebnissen gehören.) und dafür Freizeit opfern, in der sie mit
ihrem intimen Partner oder Freunden beisammen sein könnten (Die zu den erfreulichsten
Alltagserlebnissen gehören.)“ Siehe hier oben.
Abschließend kündigte Daniel Kahneman an, dass in Folgestudien nicht nur Frauen, sondern Frauen und Männer für einen neuen
„Nationalen Wohlbefindens-Index“ (National Well-Being-Index)
befragt werden. Das IFG München fordert seit 2000 für Deutschland
vergeblich einen neuen „Deutschen Wohlbefindens-Index“.... mehr.
(Stanford, USA) Ältere Menschen sind
zufriedener und glücklicher
als jüngere, und die glücklichsten sind die 65- bis 70-Jährigen, die jungen Alten! Die Ergebnisse dieser Studie
beweisen zum fünften Mal — entgegen der weit verbreiteten Volksmeinung —, dass ältere Menschen sich wohler fühlen und glücklicher sind als jüngere.
Die genaueren Ergebnisse dieser Studie sind, dass:
1. jüngere Menschen mehr unangenehme Gefühle haben als ältere Menschen und
2. dass ältere Menschen länger anhaltende sehr angenehme und kürzere sehr unangenehme Gefühle haben als jüngere und sich deshalb wohler fühlen und glücklicher sind.
...
mehr.
(Chicago, USA) Extravertierte Menschen sind „immer“ (Costa und McCrae, 1980) glücklicher als introvertierte Menschen. Die natürliche Ursache
ihres größeren Glücks ist aber nicht, wie bislang geglaubt, dass sie geselligere Menschen sind, sondern dass sie reizempfindlicher für alle Lust- und Belohnungsanreize jedweder Art sind. Seit anno 1980 glaubten fast alle Glückswissenschaftler, dass die
glücklichen Menschen die
geselligen Menschen seien. Ganz einfach deshalb, weil weltweit in
Glücksstudie für Glücksstudie immer wieder herauskam, dass gesellige Menschen
glücklicher sind als diejenigen, die zurückhaltend, still, schweigsam, in sich
gekehrt oder introvertiert sind.
Das eigentliche Glück der Extravertierten ist aber
nicht, dass sie geselligere Menschen sind, sondern dass sie reizempfindlicher für alle
(eingebildeten und tatsächlichen) Belohnungsanreize jedweder Art sind. Alles Angenehme und Erfreuliche, jeder x-beliebige
Eyecatcher, Blickfang oder Appetitanreger zieht ihre Aufmerksamkeit nicht
nur ungewollt schneller an, sondern sie haftet anschließend auch noch länger an
ihnen, als bei Introvertierten. Ihr Gehirn verweilt, automatisch von selbst
ablaufend, länger bei allem Angenehmen und Erfreulichen, was immer das auch
sein mag, und sie denken anschließend auch noch länger darüber nach.
... mehr.
(Stanford, USA) Lachen statt koksen! Wenn wir ein lustiges
Comic betrachten ist dieselbe Hirnregion aktiver wie beim Sniffen von Koks. Ein Bilderwitz, über den wir lachen, aktiviert dieselbe Hirnregion,
die beim Koksen aktiver ist und den Kokser
„high“ macht.
Dean Dobbs, Professor an der
Stanford University, fand als Erster bei Tests mit 16 normal gesunden
Versuchsteilnehmern heraus, wie ein guter Witz im Gehirn
funktioniert. Er zeigte seinen Studenten ein Comic und scannte währenddessen ihr Gehirn mit einem
funktionellen Magnetresonanz-Tomografen (fMRT) ab. Am aktivsten war dabei ihr Nucleus accumbens (Nacc),
eine Hirnregion,
in der sich unsere freudigen Erwartungen, Vorfreude, Freude und Glücksgefühle fortpflanzen. Haben wir die Pointe
des Witzes erkannt, wird der Nacc mit Dopamin überschwemmt, und wir lachen. ... mehr.
(Stanford, USA) Alles erwartete Glück besteht aus zwei Teilen: Seiner Größe
und der geschätzten Wahrscheinlichkeit, dass es auch wirklich eintreffen
wird. Hirnforscher der Stanford University
berichteten 2005 zum ersten Mal über den Gehirnmechanismus, der unser erwartetes
Glück berechnet. Dabei scannten die Hirnforscher mit einem Hirn-Scanner (fMRT)
die Nervenaktivitäten in den Gehirnen von 14 Studenten ab, während sie
Geldgewinne (mehr Geld) — die in ihrer Höhe und Wahrscheinlichkeit schwankten —
bei einem Computer-Spiel gewinnen konnten. Die Hirnforscher
fanden dabei heraus, dass — wie unter Kennern zu erwarten — ihre Naccs zwar proportional, geradlinig von links unten nach rechts oben, aktiver in Erwartung größerer Gewinne wurden (Siehe das Bild hier links unten.), ihre linken mittleren Vorderhirne (mPFCs),
direkt über ihren Nasenwurzeln, aber ebenfalls — entsprechend ihren angenommenen Gewinnchancen — zusätzlich aktiver wurden (Siehe
das Bild hier links oben.)
Kurz und gut: Obwohl die stärkeren Aktivitäten der Naccs mit den
anschließend von den Studenten berichteten freudigen Erregungen eng
zusammenhingen, hingen die stärkeren Aktivitäten ihrer mittleren Vorderhirne mit den Schätzungen ihrer
Gewinnchancen eng zusammen. Der Nacc widerspiegelt also den gefühlten Teil eines erwarteten Glücks,
und er unterstützt die Berechnungen im mittleren Vorderhirn. Das mittlere Vorderhirn
widerspiegelt aber auch seine geschätzte Wahrscheinlichkeit, und fasst wahrscheinlich beide Teile
des erwarteten Glücks einheitlich zusammen (Knutson, 2005, 2007). ... mehr.
Unser Shopping Center im Gehirn: „Soll ich das jetzt kaufen oder nicht?“
(Stanford, USA) Stellen Sie sich mal vor: Sie sind in einem Geschäft, betrachten eine Ware, die Sie
gerne haben wollen und überlegen sich: „Soll ich das jetzt kaufen oder nicht?
Was spricht dafür, was dagegen? Ist sie ihren Preis wert?“ Amerikanische Hirnforscher
von der Stanford University fanden im Januar 2007 zum ersten Mal heraus, wie unsere Kaufentscheidungen im Gehirn ablaufen.
Kaufen ist grundsätzlich die Kosten-/Nutzenabwägung einer Ware. Die Hirnforscher
fanden jetzt heraus, dass unsere Kaufentscheidung maßgeblich von drei Hirnregionen gelenkt wird:
1. Wollen wir die Ware haben, leuchtet unser Nacc heller auf.
2. Ist ihr Preis zu hoch, schaltet sich die Insula ein, eine Hirnregion im
vorderen seitlichen Vorderhirn.
3. Unsere Kosten-/Nutzenabwägungen laufen im mittleren Vorderhirn, direkt über
unserer Nasenwurzel, ab (Knutson, 2007). ...
mehr.
(London) Serotonin ist nicht nur der Botenstoff, der uns
ständig vor zu großen Angstgefühlen und Depressionen schützt, sondern hält auch unsere Unbekümmertheit, Gelassenheit und emotionale Ausgeglichenheit aufrecht und ist unentbehrlich dafür, dass wir glücklich und zufrieden sein können.
Dank ihm sind wir weniger anfällig für Stress, Unbehagen und Leid, können in stressigen Situationen gelassener bleiben und sind ganz allgemein ausgeglichener, gelassener,
innerlich ruhiger, unbekümmerter, zufriedener und glücklicher. ... mehr.
Fernsehen macht nicht unglücklicher.
Im Gegenteil: Fernsehen liegt in der aktuellen Rangliste der erfreulichsten
Alltagsbeschäftigungen auf Platz 7.
Entgegen dem Medien- und Internet-Geschwätz
macht Fernsehen uns nicht unglücklicher.
Statt wie in der Glückswissenschaft herumfummelnde Professoren der Volkswirtschaftslehre zur Internet-Nutzer-, DIE ZEIT-,FAZ-,WirtschaftsWoche-, NZZ-Leser- und allgemeinen Volksverdummung der Deutschen und Schweizer beizutragen, zeigt
Ihnen das IFG
München, dass Fernsehen nicht unglücklicher macht, sondern ganz im Gegenteil
auf Platz 7 der Rangliste der erfreulichsten Alltagsbeschäftigungen liegt (Kahneman,
2004, 2006).
Die bekanntesten in der Glückswissenschaft herumfummelnden Wirtschaftsprofessoren — die mehr als
30 Jahre nach der Geburt der Glückswissenschaft noch schnell auf den bereits
dahin fahrenden Zug aufgesprungen sind, beharrlich Irrtümer wiederkäuen, moderne
Glücksmythen verbreiten und ihren Senf zur Mehrung unseres Glücks unbedingt preisgeben — sind Richard Layard in seinem Buch: „Die glückliche Gesellschaft: Kurswechsel für Politik und Wirtschaft“ (2005), David Blanchflower (USA), Andrew Oswald (England), Bruno Frey von der Universität Zürich und Alois Stutzer von der Universität Basel in seinem Interview mit der SUEDDEUTSCHEN ZEITUNG. Nicht der Rede wert ist ein deutscher Fachhochschul-Professor für Volkswirtschaftslehre
desselben Coleurs. Diese Glücksönonomensind so nutzlos und überflüssig für mehr Glück und Wohlbefinden wie die
angeblichen „Fünf Wirtschaftsweisen“ für mehr Wirtschaftswachstum. Das können
sie nicht.
Glück ≠ Zufriedenheit.
Zufriedenheit genügt nicht um glücklich zu sein, weil wir bei den Beurteilungen unserer Zufriedenheit und
unseres Glücks verschiedene Informationsquellen anzapfen und sie aus ihnen
ableiten. Beide sind weder gleichwertig, noch so ziemlich ein und dasselbe — wie diese
Glücksökonomen stur irrtümlich behaupten —, sondern gehen um die 50 bis 70 Prozent nur mittel- bis sehr eng miteinander Hand in Hand (Lucas, 1996, Lyubomirsky, 1999, Strobel, 2006).... mehr.
Moderne Glückslügen Weil unsere Arbeit und unser Standardwerk der Glückswissenschaft einzigartig in Deutschland sind, freuen wir uns sehr über das Buch „die glückslüge“ von Michael Mary.
Er entlarvt die „Glückspriester“ und Glückslügen unserer Zeit.
„Jugend und Gesundheit sind machbar. Erfolg ist planbar. Glück ist lernbar. Drei Lügen in Kurzform.“,
so nennt er die leeren Glücksversprechungen, mit denen sich „Glückspriester“ wie
der deutsche „Laufpriester“ Ulrich Strunz, Erich Lejeune, Bodo Schäfer, Dale
Carnegie, Stefan Klein, Jürgen Höller (der für seine Bestrafung wegen Betrugs für Schlagzeilen gesorgt hat), Vera F. Birkenbihl, Stephan Lermer, Werner Tiki
Küstenmacher und Flow-Erfinder Csikszentmihalyi (der in Wahrheit mit
seinem Flow nur einen Floh in die Welt gesetzt hat) goldene Nasen verdienen. Michael Mary's Ergebnis: Alles leere Versprechungen und reine Geschäftemacherei.
Auch von Stefan Klein und seiner etikettenschwindlerischen Mogelpackung „Die Glücksformel“
(Es ist gar keine drin.) bleibt nicht viel übrig, weil es nur altbekannte
Binsenweisheiten und Bauernregeln enthält, die uns nicht wirklich glücklicher machen können.
In seinem Buch prangert Michael Mary die Geschäftemacherei mit Halb-, Schein- und Unwahrheiten in zahllosen Psycho-Ratgeberbüchern an und zerfetzt Klein, Csikszentmihalyi, „Laufpriester“ Strunz,
Lermer und wie sie noch alle noch heißen, als schlichten, teuer bezahlten Unsinn. Sein Buch „die glückslüge“ ist nicht nur ihren gutgläubigen Fans wärmstens ans Herz zu legen, sondern auch
allen, die sich vor ihren scheinbar einleuchtend klingenden Phrasen schützen wollen. Wer Mary's Buch gelesen hat, wird sich nur noch mit einem müden Lächeln oder leichten Ekel an den Schwachsinn der „Glückspriester“ erinnern und schleunigst unser Standardwerk der Glückswissenschaft kaufen.
Wir danken Herrn Mary insbesondere dafür, dass er uns die Arbeit des Zerfetzens von Mogelpackungen wie „Die Vitaminrevolution“, „Forever young“, „Die Glücksformel“, „Simplify your Life“, „Die neue Psychologie des Glücks“ oder „Flow - Das Geheimnis des Glücks“ abgenommen hat. Schließlich ist es nicht die Aufgabe des IFG Münchens Lug und Trug, Murks und Schund und baren Unsinn von Stümpern und „Laufpriestern“ zu zerreißen, sondern seriöse Forschungsergebnisse zu
veröffentlichen und unseren Lesern zu sagen,
wie man wirklich ein glücklicherer Mensch werden und glücklicheres Leben haben kann.
Falls Sie Michael Mary's Buch „die glückslüge“ bestellen wollen, können Sie einfach hier klicken, und Sie werden sofort mit amazon.de verbunden.
(Harvard, USA) Die zwei Facetten der Depression
Wie jeder den's angeht weiß, hat die Gemütsstörung Depression zwei Facetten. Heute wissen wir, dass eine biochemische Ursache der chronisch gedrückten Stimmung, leichten,
mittelschweren und schweren Depression nicht nur zu viele unangenehme Gefühle sind, sondern zu wenig oder gar das totale Fehlen von angenehmen Gefühlen wie Wollen, Mögen, Lust, Interesse („Ich kann schlecht oder nicht wollen.“, med.: Anhedonie), Vorfreude, jeder Art der Freude und Glücksgefühle.
Chronisch leicht, mittelschwer und schwerdepressive Menschen leiden, weil sie lust-, antriebs-, motivations-, interesse-, kraftlos, zu müde und freudenleer sind und in ihrem mittig oberen Vorderhirn — naturgegeben darauf aufbauend — trübsinnige, hilf- und hoffnungslose Gedankengänge ablaufen (müssen). Innerhalb der ersten
300 Millisekunden, vor Beginn ihrer
automatisch von selbst ablaufenden, sie quälenden Gedanken, ist eine
biologische Ursache ihres Leids ihre Schwierigkeit oder gar totale Unfähigkeit
sich normal gut genug fühlen zu können. Das kann ihr Gehirn
von Beginn an nicht. Neue Medikamente mit Doppel- und
Dreifach-Wirkansätzen und -stoffen zur Behandlung dieser neuro- und
molekularbiologischen Stoffwechselstörung im Gehirn depressiver Menschen finden Sie,
wenn Sie hier klicken (Nutt, 2006, Juli 2007, Dez. 2008).
Wie
alle chronischen Krankheiten ist Depression unheilbar, aber behandelbar, und man kann
sich an sie gewöhnen und mit ihr leben.
Florian Holsboer ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München, Chefarzt einer psychiatrischen Klinik mit mehr als 120 Betten
und setzt auf den internationalen Goldstandard zur Behandlung von Depressionen, nämlich auf eine Kombination aus:
Seit November 2003 behandelte er den ehemaligen
FC Bayern Fußball-Star und talentiertesten Mittelfeldspieler der 1. Bundesliga Sebastian Deisler zuerst stationär und dann ambulant. Was kein Fußball-Fan weiß: Sein Kampf gegen die Depression ist bis heute nicht zu Ende, und kann es nicht sein: „In den ersten Monaten wollte ich mich nicht mehr bewegen.“, „Ich habe mich trocken geweint.“ — „Es ist lange her, dass ich glücklich war.“ Sätze voller Wucht wie diese hat Sebastian Deisler unendlich viele
parat. Als er 2002 von Hertha BSC Berlin zum FC Bayern München wechselte, „hatte ich den Abgrund längst erreicht.“ Viel früher hätte er professionelle Hilfe gebraucht —, „aber mein blöder Übermut: ,Ich allein gegen alle.' Dabei war ich nur noch ein kleiner, trauriger Fußballer.“, und chronisch krank. ... mehr.
Michael Rosentritt
SEBASTIAN DEISLER
ZURÜCK INS LEBEN
Die Geschichte eines Fußballspielers
Erscheinungsdatum: 8. Okt. 2009
256 Seiten
22,95 €
Edel Verlag, Hamburg
(Chicago,
USA) Schon allein die Erwartung einer baldigen Belohnung macht sie bei manchen Menschen sofort wahr Endlich sind die Biomechanismen der Placebo-Wirkung bekannt und wir wissen, wie ein Placebo im Gehirn wirkt. Wer am meisten von einer Mehl-/Zuckerpille erwartet, dass sie ihn von seinen Schmerzen befreit, bewirkt dadurch, dass er
nach ihr wirklich keine Schmerzen mehr hat.
Wie jeder Hausarzt schon seit langem weiß, genügt bei jedem dritten seiner Patienten schon ein Placebo (ein Schein-Medikament, eine Mehl-/Zuckerpille), um ihn von seinen Schmerzen zu befreien. Bis 2007 wusste aber niemand
genau, wie eine Mehl-/Zuckerpille von Schmerzen befreien kann, und man erklärte sich ihre Wirkung
hilflos mit den gutgläubigen Erwartungen mancher Patienten.
Ein Medizin-Student der University of Michigan fand 2007 heraus, dass Schein-Medikamente am besten bei denjenigen Menschen wirken, die sich am meisten über gleich eintreffende Geldgewinne in einem Computer-Spiel freuen. Die Placebo-Wirkung hängt im Gehirn eng mit mehr Ausschüttung von Dopamin in den Nacc, Endorphinen, Serotonin und GABA zusammen und löst — als kleinsten gemeinsamen Nenner — die Selbstheilungskräfte des Körpers aus. Ihre heller aufleuchtenden Naccs kurz vor ihren Geldgewinnen bei den Computer-Spielen konnten 30 Prozent des Unterschieds in ihrer Schmerzlosigkeit nach der Gabe des Placebos vorhersagen (Scott, Neuron, Juli 2007).
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„One pill for the lady, please.“ — Flibanserin, „das Viagra®
für die Frau“ kommt!
Ein erfolglos antidepressiv wirkendes Medikament entpuppte sich als Pille, die das Sexleben von
Frauen mit sehr wenig sexueller Lust aufpulvern kann. Der deutsche
Arzneimittelhersteller Boehringer Ingelheim verkündet, dass seine ursprünglich
als Antidepressivum entwickelte Pille Flibanserin häufiger befriedigenden Sex bei
seinen fast 2.000 Versuchsteilnehmerinnen zur Folge hatte. Eine Dosis von 100
mg./tägl. Flibanserin steigerte die befriedigenden sexuellen Erlebnisse der Frauen pro Monat von vorher durchschnittlich 2,8 auf 4,5 sexuell befriedigende Erlebnisse. Eine Placebo- (Mehl-/Zucker-) Pille steigerte solche Erlebnisse auf durchschnittlich 3,7 mal pro Monat. Wie in allen klinischen Studien, wusste keine der Frauen, ob sie Flibanserin oder eine Mehl-/Zuckerpille zu sich nahm.
Die Pille wirkt durch einen Serotonin Rezeptor1A-Agonisten
(Verstärker) und Serotonin Rezeptor2A-Antagonisten (Widersacher, Blocker). Beide greifen dauerhaft in die
Signalweiterverarbeitung im Gehirn ein.
Wie Viagra®, das ursprünglich als Wirkstoff gegen zu hohen Blutdruck und Angina entwickelt wurde, wurde die für Frauen, mit sehr wenig sexueller Lust, sexuell begünstigende Wirkung von Flibanserin glücklicherweise
zufällig während seiner Erforschung als Antidepressivum
entdeckt. Einige Frauen weigerten sich, ihre nicht verbrauchten Pillen nach
Studienabschluss wieder zurückzugeben. ... mehr.
(Basel,
Schweiz) An emotional erregende Erlebnisse können wir uns besonders leicht erinnern. Eine Gen-Variante des Adrenalin Rezeptorα2b-Gens trägt dazu bei, wie gut oder schlecht wir uns an emotionale Erlebnisse erinnern. Wer eine bestimmte Gen-Variante dieses Gens von seinen Eltern geerbt hat, erinnert sich
leichter und klarer an angenehme (und unangenehme) Erlebnisse.
Wie jeder aus eigener Lebenserfahrung weiß, gibt es zwischen den Menschen sehr große Unterschiede, wie gut oder schlecht sie sich an schöne (oder traumatische) Erlebnisse erinnern können (de Quervain, 2007, Rasch, 2009).
(San Francisco, USA) Die Angst ist der natürliche
direkte, allzeit bereite Gegenspieler und Widersacher des Glücks und
Wohlbefindens
In Deutschland weitgehend unbekannt ist die biologische Tatsache,
dass innerhalb der ersten 300 Millisekunden der naturgegebene Gegenspieler, Störenfried und Verhinderer
des Glücks die Angst ist. Sobald sie kommt, weicht das Glück
und Wohlbefinden auf der Stelle.
Die Angst — das lebensnotwendige und giftigste aller Gefühle — und ihre
ganze verwandte, Angst beladene Brut an unangenehmen Gefühlen wie Ängstlichkeit,
ängstliche Befürchtungen, Grübeln, Kummer und Sorgen, Gehemmtheit, Kontaktprobleme,
Schüchternheit und alle fünf Angststörungen blockieren nicht nur den Aufbau aller angenehmen Gefühle
— einschließlich der Glücksgefühle —, sondern hemmt,
stört und behindert uns auch noch anschließend ständig daran, uns wohler
zu fühlen, glücklicher zu werden und ein glücklicheres Leben haben zu können. ...
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Angststörungen sind überhaupt die am meisten vorkommenden mentalen Störungen. Zu ihnen gehören:
1. die Panikstörung (unerklärliche Angstanfälle und Panikattacken),
2. die Generalisierte Angststörung (ständige Sorgen darüber, dass etwas Schlimmes passieren könnte),
3. die speziellen Phobien wie Spinnen-, Höhen-, Platz- oder Flugangst (Modifizierte Computerspiele zu ihrer erfolgreichen Behandlung
privat zu Hause am PC finden Sie, wenn Sie
hier klicken.),
4. die Sozialphobie (Angst, von anderen Menschen abschlägig beurteilt zu werden), einschließlich der zu großen
Prüfungsangst,
sowie eine Rede vor andern Leuten halten zu müssen, ...
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5. und die zwanghafte Verhaltensstörung wie Waschzwang. In
den letzten Jahren hat die Behandlung von Angststörungen große Fortschritte gemacht. Dabei wurden
neue, wirksamere Methoden der Psychotherapie und Anti-Angst-Medikamente
entwickelt. Das beste Buch für einen vorläufigen Versuch zur Selbsthilfe, das Ihnen das IFG München wärmstens empfehlen kann, ist Das Angstbuch von Prof. Dr. med. Borwin Bandelow, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapeut.
Borwin Bandelow leitet seit Jahren die Angstambulanz an der Uniklinik Göttingen. Seine beste Nachricht ist: „Angststörungen lassen sich mit guten Erfolgsaussichten behandeln.“ Falls Sie Das Angstbuch bestellen wollen, können Sie einfach hier klicken, und Sie werden sofort mit amazon.de verbunden.
Bezahlbare Angsttherapie: Phobiefrei mit Computerspielen
Eine Phobie privat zu Hause am PC
selbst zu therapieren wird bald so selbstverständlich sein, wie Spanisch von
einer
CD zu lernen. Kanadische Forscher vom Institut für Cyberpsychologie der Université du Québec
haben jüngst in ihrer Studie
zum ersten Mal bewiesen, dass sich aus ganz normalen PC-Spielen Kosten sparend
Virtuelle Realitäten zur Behandlung von Spinnenangst, Höhenangst, Platzangst, Flugangst oder Angst vor dem Fliegen konstruieren lassen.
Fachleute und Krankenkassen schätzen die Zahl der phobischen
Menschen in Deutschland auf mindestens zehn Prozent. Viele unterziehen sich aber
keiner psychotherapeutischen Behandlung, sondern versuchen den Kontakt mit ihren
Angstauslösern möglichst zu meiden. Dabei sind die Erfolgschancen einer
Phobie-Behandlung — der virtuellen wie der gewöhnlichen — mit mehr als 80 bis 92
Prozent besonders hoch. Eine preiswerte, virtuelle Angsttherapie — privat zu
Hause am PC oder zusammen mit einem Psychotherapeuten — durchzuführen erspart
nicht nur sehr viel Zeit, Aufwand und Geld, sondern auch eine Menge unangenehmer Überwindungen. ... mehr.